Projekt Stade-Dollern-Landesbergen



Nachdem die TenneT TSO GmbH, als Vorhabenträger des Projekts, im Oktober 2014 fünf "Infomärkte" in der Region durchführte, ist für 2016 als erster förmlicher Planungsschritt für die Maßnahme Dollern-Landesbergen die Durchführung eines Raumordnungsverfahrens geplant.

Es handelt sich dabei um ein Vorplanungsverfahren, dass die Raumverträglichkeit der geplanten Stromleitung prüft. Federführend ist hier das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg als Obere Landesplanungsbehörde. An das Raumordnungsverfahren schließt sich später das Planfeststellungsverfahren an, in dem die konkreten Details der neuen Stromleitung – u.a. Masttypen und –höhen – festgelegt werden. Beide Verfahren – sowohl das Raumordnungsverfahren als auch das spätere Planfeststellungsverfahren – sehen eine eigene Öffentlichkeitsbeteiligung vor.

Den Auftakt zum Raumordnungsverfahren bilden so genannte "Antragskonferenzen". Am
10./11. Dezember 2014 hat das ArL Lüneburg mit dem Vorhabenträger abgestimmt, wie das spätere Raumordnungsverfahren durchzuführen ist.

Dabei ging es insbesondere um den so genannten "Untersuchungsrahmen" – also die Frage, welche Umweltauswirkungen im Raumordnungsverfahren mit betrachtet werden sollen und welche Daten hierfür zur Verfügung stehen bzw. noch zu erheben sind. Zur Antragskonferenz waren daher neben den von der Stromleitung berührten Gemeinden und Landkreisen auch verschiedene Fachbehörden von Landes- und Landkreisseite ebenso wie die Naturschutzverbände eingeladen.

Für die Antragskonferenzen hat die TenneT TSO GmbH eine ca. 60-seitige Projektbeschreibung verfasst. Sie enthält auch Karten zum möglichen Trassenverlauf, der sich überwiegend am Verlauf der heutigen 220-kV-Leitung orientiert. Die zugehörigen Unterlagen finden sich im Bereich "Information/Downloads"

Am 16. Februar 2015 wurde der Untersuchungsrahmen festgelegt.

Aufgrund der gesetzlichen Änderung, bei dem das Projekt als Pilotprojekt für Teilerdverkabelung festgelegt wurde, verzögerte sich die weitere Arbeit zunächst. Am 9. März 2016 fand zu diesem Thema eine zusätzliche Antragskonferenz statt. Informationen und Downloads dazu finden Sie auf den Seiten des ArL Lüneburg [Weblink].


Hinweis: Das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens, die Landesplanerische Feststellung, entfaltet in der Regel keine unmittelbare Rechtswirkung gegenüber dem Träger des Vorhabens und Einzelnen. Es ersetzt nicht Genehmigungen, Planfeststellungen oder sonstige behördliche Entscheidungen über die Zulässigkeit des Vorhabens. Das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens ist aber in den nachfolgenden Zulassungsverfahren zu berücksichtigen. Aufgrund des eher behördenverbindlichen Charakters und der fehlenden unmittelbaren Rechtswirkung nach außen kann das Ergebnis eines Raumordnungsverfahrens nicht mit einem Rechtsmittel angegriffen werden.

 

Die rund 40 Jahre alte, 145 Km lange 220-kv-Stromleitung von Stade über Dollern nach Landesbergen (Region Mittelweser) hat durch den Beschluss der Bundesregierung zur Energiewende eine zusätzliche Aufgabe erhalten. Neben ihrer Bedeutung für die niedersächsische Stromversorgung wird sie zusätzlich auch für den Transport eingesammelter Windenergie aus dem Norden Deutschlands in den mitteldeutschen Raum genutzt. Die für diese Belastungen nicht dauerhaft ausgelegte Freileitung muss daher, um eine kontinuierliche Netzstabilität für die Zukunft zu gewährleisten, durch eine leistungsstärkere 380-kv-Leitung ersetzt werden. Dieser sogenannte „Ersatzneubau“ nutzt weitgehend den vorherigen Trassenverlauf, muss jedoch an die Anforderungen einer 380-kv-Leitung technisch angepasst werden. Das bedeutet, dass zur geplanten Inbetriebnahme im Jahre 2022 die komplette alte Leitung und Masten rückgebaut sein werden. Die gesetzliche Verpflichtung zur Erstellung dieser Leitung ergibt sich aus dem im Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) festgestellten „vordringlichen Bedarf“ bestimmter Leitungsvorhaben (Vorhaben Nr. 7 der Anlage).

Anfangs- und Endpunkt der in 3 Abschnitte aufgeteilten Leitung sind die Umspannwerke (UW) Stade und Landesbergen. Dazwischen befinden sich die UW Dollern, Sottrum und Wechold.

Teilabschnitt 1: Stade – Sottrum / NEP-Maßnahme 71 (ca. 65 km)
Ersatz der bestehenden 220-kV-Leitung durch eine neue 380-kV-Leitung zwischen dem Raum Stade und dem UW Sottrum
Neubau eines 380-kV-Umspannwerkes im Raum Stade (Startpunkt des künftigen Leitungsverlaufs)
Verstärkung des bestehenden 380-kV-Umspannwerkes in Sottrum

Teilabschnitt 2: Sottrum – Wechold / NEP-Maßnahme 72 (ca. 35 km)
Ersatz der bestehenden 220-kV-Leitung durch eine 380-kV-Leitung zwischen UW Sottrum und dem Raum Wechold
Neubau eines 380-kV-Umspannwerkes im Raum Wechold

Teilabschnitt 3: Raum Wechold – UW Landesbergen / NEP-Maßnahme 73 (ca. 45 km)
Ersatz der bestehenden 220-kV-Leitung durch eine neue 380-kV-Leitung zwischen Wechold und dem UW Landesbergen
Verstärkung des bestehenden 380-kV-Umspannwerkes in Landesbergen (Endpunkt des Leitungsverlaufs)

Erwähnte NEP-Maßnahmen 71 - 73 beziehen sich auf den von der Bundesnetzagentur bestätigten Netzentwicklungsplan Strom 2013 (2023), Teil C – Nr. 3.2.1 „bestätigte Streckenmaßnahmen“ – P24.

Für die Anbindung des Raumes Stade an den Raum Dollern ist bereits ein Neubau einer 380-kv-Leitung geplant der sich im Planfeststellungsverfahren befindet. Informationen hierzu finden Sie hier auf den Seiten unter Vorhaben Projekt Stade-Dollern.

Wie geht es weiter? Zunächst wird ein Raumordnungsverfahren mit anschließendem Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Als Teil dieser Verfahren werden auch die Auswirkungen des Projekts auf die Schutzgüter Mensch, Boden, Wasser, Tiere und Pflanzen sowie Kultur- und Sachgüter detailliert untersucht um so den dafür sinnvollsten Trassenkorridor zu finden.

Die Antragskonferenz (Vorbereitungsphase) zur Einleitung des Raumordnungsverfahrens findet am 10./11. Dezember 2014 statt und wird durch die zuständige obere Landesplanungsbehörde, das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg durchgeführt. Nach Erstellung und offizieller Einreichung aller Antragsdokumente einschließlich der Umweltuntersuchungen werden die Raumordnungsunterlagen zur Information öffentlich ausgelegt und sind so für jeden einsehbar. Ausführliche Informationen zum Ablauf eines Raumordnungsverfahrens und den Beteiligungsmöglichkeiten finden Sie in der Rubrik Raumordnung.



Hinweis: Das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens, die Landesplanerische Feststellung, entfaltet in der Regel keine unmittelbare Rechtswirkung gegenüber dem Träger des Vorhabens und Einzelnen. Es ersetzt nicht Genehmigungen, Planfeststellungen oder sonstige behördliche Entscheidungen über die Zulässigkeit des Vorhabens. Das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens ist aber in den nachfolgenden Zulassungsverfahren zu berücksichtigen. Aufgrund des eher behördenverbindlichen Charakters und der fehlenden unmittelbaren Rechtswirkung nach außen kann das Ergebnis eines Raumordnungsverfahrens nicht mit einem Rechtsmittel angegriffen werden.

 

Informationen "Raumordnungsverfahren"

Karten- und Informationsmaterial (Stand 17.11.2014)

Unterlage zur Durchführung der Antragskonferenz für das Raumordnungsverfahren zum Projekt (P24) [8.724 KB]
Karten zur Raumwiderstandsanalyse [20.238 KB]


Informationen "Vorbereitungsphase"

Karten- und Informationsmaterial

Factsheet zum Projekt [995 KB]

Kommunale Gliederung [8.027 KB]
Naturräumliche Gliederung [8.235 KB]
Flächennutzung [10.687 KB]
Siedlungspuffer [9.914 KB]
Regionalplanung [10.710 KB]
Natur und Landschaft [9.937 KB]
Raumwiderstandsanalyse [12.285 KB]

Verlauf der bestehenden 220-kv-Leitung Stade-Landesbergen [Grafik / © TenneT]


Zusätzlich zu den Beteiligungsmöglichkeiten der offiziellen Genehmigungsverfahren, bietet die TenneT TSO GmbH auf ihren Internetseiten unter "TenneT im Dialog" projektbegleitende Informations- und Kontaktmöglichkeiten z.B. in Form von "Infomärkten" an.