Projekt Stade-Sottrum

Planfeststellungsverfahren eingeleitet

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Die vorliegende Planung umfasst den Neubau einer 380-kV-Höchstspannungsfreileitung zwischen den Umspannwerken Stade nahe dem bestehenden Umspannwerk Stade südlich von Stadersand und Dollern im Landkreis Stade. Die geplante 380-kV-Höchstspannungsfreileitung hat die Aufgabe, die erhöhte Einspeiseleistung neuer geplanter Kraftwerke in der Region Stade ab 2015 vom neu zu errichtenden Umspannwerk Stade zum Netzknoten Dollern zu transportieren.

Die geplante Freileitung nutzt als Ersatzneubau den Trassenraum der bestehenden 220-kV-Freileitung von Stade nach Dollern und weiter nach Sottrum. Durch Optimierung der 220-kV-Spannungsebene im Raum Stade wird ermöglicht, dass 1,58 km der 220-kV-Leitung Stade - Abbenfleth und 12,09 km der 220-kV-Leitung Stade - Sottrum rückgebaut werden können. Für den Betrieb der Freileitung ist es notwendig, eine Schaltanlage in Stade neu zu errichten und das bestehende Umspannwerk Dollern zu erweitern. Diese Maßnahmen sind nicht Bestandteil dieses Planfeststellungsverfahrens.

Antragsteller ist die Tennet TSO GmbH mit Sitz in Bayreuth. Das erste Planfeststellungsverfahren wurde am 20. Dezember 2010 eingeleitet und umfasste die Strecke Stade-Dollern. Die Planunterlagen haben in der Zeit vom 25. Januar 2011 bis einschließlich 24. Februar 2011 bei der Stadt Stade, der Samtgemeinde Lühe in Steinkirchen und der Samtgemeinde Horneburg zur allgemeinen Einsichtnahme ausgelegen. Jeder, dessen Belange durch das geplante Vorhaben berührt werden, konnte bis einschließlich 10. März 2011 Einwendungen erheben. Nach Ablauf dieser Frist sind weitere Einwendungen vom Verfahren ausgeschlossen.

Eingegangen sind 20 Stellungnahmen Träger öffentlicher Belange und 50 Einwendungen privat Betroffener. Die Einwendungen befassten sich insbesondere mit Beeinträchtigungen der landwirtschaftlichen Flächen (Obstanbau), der Natur und des Landschaftsbildes. Es wurden u.a. Forderungen nach einer Verlegung der Trasse, Erdkabel und Mastverschiebungen erhoben. Weitere Einwendungen befürchten einen Wertverlust der Immobilien sowie eine Gesundheitsgefährdung durch die Stromleitung.

Der Erörterungstermin fand am 22. und 23. Februar 2012 in Stade statt. Das Verfahren wurde am 1. September 2016 eingestellt.

Das neue Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt Stade-Sottrum wurde am 27. Juli 2016 eingeleitet. Die Planunterlagen haben in der Zeit vom 15. August 2016 bis einschließlich 14. September 2016 in den Samtgemeinden Lühe und Horneburg sowie der Hansestadt Stade zur allgemeinen Einsichtnahme ausgelegen und wurden auf den Internetseiten der Antragstellerin veröffentlicht. Jeder, dessen Belange durch das geplante Vorhaben berührt werden, konnte bis einschließlich 28. September 2016 Einwendungen erheben. Nach Ablauf dieser Frist sind weitere Einwendungen vom Verfahren ausgeschlossen.

Eingegangen sind 24 private Einwendungen sowie 32 Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange. Inhaltliche Schwerpunkte der Einwendungen sind Befürchtungen der Beeinträchtigung landwirtschaftlicher Flächen und der Bodenbeschaffenheit sowie Forderungen nach Mastverschiebungen. Die Stellungnahmen und Einwendungen wurden der Antragstellerin zur Bearbeitung übersandt. Das Verfahren wird fortgesetzt.

 

Eingereichte Planunterlagen zum Planfeststellungsverfahren vom 27. Juni 2016 [pdf]
(2. Planfeststellungsverfahren)


Eingereichte Planunterlagen zum Planfeststellungsverfahren vom 10. Januar 2011
(1. Planfeststellungsverfahren)

Planunterlagen zum Herunterladen:
Erläuterungsbericht [2.757 KB]
Übersichtsplan [9.313 KB]
Übersichtsplan der Teilabschnitte [3.219 KB]
Wegenutzungsplan [3.668 KB]